Kirchstraße 39 · Bregenz

Die
Geschichte

Hier stand schon einmal die neueste Technik. Sie hieß nur anders. Was das Haus seit 1857 gewesen ist — und was es ab 2027 wird.

Der Zeitstrahl
Die Kirchstraße 39 von der Straßenecke, mit stadtgold39-Fahne über dem Eingang
Erbaut
1857
Dazwischen
169 Jahre
Bezug
2027

Was wir wissen — und was nicht. Die mit „Jahr offen“ markierten Stationen sind belegt, ihre Jahreszahlen nicht. Sie wurden bewusst nicht geraten. Sobald die Daten aus Bau- oder Grundbuchakten vorliegen, ersetzen sie die Markierung.

  1. 1857

    Der Bau

    Das Haus entsteht in der Kirchstraße, mitten in Bregenz. Die Biedermeierfassade, die es heute trägt, stammt aus dieser Zeit.

  2. Jahr offen

    Gebacken

    Im Erdgeschoss wird gebacken. Der Name des Bäckers steht bis heute an der Fassade: vormals Reichard — überstrichen, aber lesbar geblieben.

  3. Übermalte Inschrift an der Fassade: Gasthaus und Bäckerei, vormals Reichard, daneben das Emailschild mit der Hausnummer 39 Kirchstraße
    Die Spur an der WandDie alte Werbeschrift wurde überstrichen, nicht abgeschlagen. Unter der Farbe stehen Gasthaus, Bäckerei und der Name des Vorbesitzers.
    Gusseiserner Briefkasten mit der Aufschrift POST und Jugendstilornament, an der Hauswand neben der Eingangstür
    PostDer Briefkasten hängt neben dem Eingang, wo er immer hing.
  4. Jahr offen

    Gewirtet

    Aus der Bäckerei wird ein Gasthof: Zehbäck, geführt von den Geschwistern Zeh. Wiener Küche, Fremdenzimmer, Telephon Nr. 212. Das Haus war ein Ort, an dem man zusammenkam — lange bevor jemand so etwas Programm nannte.

  5. Historische Werbepostkarte des Gasthofs Zehbäck in Bregenz mit Außenansicht des Hauses und Blick in die Gaststube

    Der Beleg

    Eine Werbekarte,
    die den Wirt benennt.

    Gasthof „ZEHBÄCK“ (vormals Reichartbäck), Bregenz. Mittag- und Abendessen · Wiener Küche · Reelle Weine und Biere · Fremdenzimmer. Gut bürgerliches Haus. Besitzer: Geschwister Zeh. Telephon Nr. 212.

    Der Zusatz „vormals Reichartbäck“ verbindet die Karte mit der Inschrift an der Fassade. Zwei Quellen, ein Name.

    Offen: Die Karte nennt Kirchstraße Nr. 41, nicht 39. Ob umnummeriert wurde, ob der Gasthof im Nachbarhaus lag oder über beide Nummern reichte, ist ungeklärt.
  6. Jahr offen

    Gewohnt

    Über dem Betrieb wird gewohnt. Vier Etagen, ein Stiegenhaus — dieselbe Aufteilung, die das Haus bis heute trägt.

  7. Jahr offen

    Publiziert

    Hier wird auch publiziert. Damit stand im Haus schon einmal die Technik, die ihre Zeit bestimmt hat.

  8. 2026

    Programmstart

    Erste Formate im Haus, noch während der Sanierung. Der Ort entsteht, bevor er fertig ist.

  9. 2027

    Bezug

    Vier Etagen, handverlesen belegt. Technologie, Industrie und Kapital unter einem Dach. Salon im Nebenhaus, Programm im Haus.

  10. Neue Wendeltreppe aus Messing, von oben in den Spiralverlauf fotografiert
    Aus Alt wird GoldDie neue Treppe ist das einzige Bauteil, das sich nicht zurückhält.
    Blick vom Dach über ein schmiedeeisernes Geländer auf die Dächer von Bregenz, am Himmel ein Baukran
    2026Über dem alten Geländer steht der Kran. Gebaut wird schon.

Was bleibt

Geschnitztes Blattwerk und Rosetten am Pfosten einer Eichentür, im warmen Streiflicht
Schnitzwerk am Türpfosten, Eiche
Zweiflügelige Eingangstür aus dunkler Eiche mit schmiedeeisernem Rankengitter und gehämmertem Kupferknauf
Eingangstür mit Rankengitter und Kupferknauf
Rundes Ochsenauge mit Muschelbekrönung aus Stuck in der gelben Biedermeierfassade
Ochsenauge mit Muschelbekrönung
Abgegriffener Messingdrücker auf einer dunklen Holztür mit Milchglasscheibe
Messingdrücker, abgegriffen